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Was kann mit den Hüften schiefgehen? 

 Februar 27, 2020

Neben dem übermäßigen Sitzen gibt es viele andere Dinge, die Hüftschmerzen und Hüftprobleme verursachen können. Einige der häufigsten sind hier aufgeführt.


Arthrose und Arthritis

Arthrose und rheumatoide Arthritis sind zwei der häufigsten Ursachen für Hüftschmerzen, da sie das Gelenk direkt betreffen. Beide Erkrankungen verursachen Entzündungen im Gelenk und bauen den Knorpel ab, der hilft, den Bereich zwischen den Knochen abzudämpfen. Beide verursachen eine allmähliche Degeneration des Gelenkes, die zu Steifigkeit, Schmerzen und Immobilität führt.


Avaskuläre Nekrose

Avaskuläre Nekrose (Osteonekrose) tritt in der Regel nach einer Hüftfraktur oder Dislokation, also einer Lageveränderung wie Verschiebung und Verdrehung, auf und bedeutet, dass das Knochengewebe in der Hüfte zu sterben beginnt. Sie wird durch einen verlangsamten oder blockierten Blutfluss zum Hüftknochen verursacht.

Hochdosierte Steroide können das auch verursachen.


Schleimbeutelentzündung (Hüft-Bursitis)

Schleimbeutel sind kleine Flüssigkeitsbeutel, die helfen, ein Kissen zwischen Muskeln und Sehnen und Knochen zu bilden. Wenn sich diese Säcke entzünden, meist durch zu viel Sitzen oder andere repetitive Aktivitäten, die das Hüftgelenk belasten, können sie Schmerzen verursachen.

Der Schleimbeutel, der am häufigsten mit Hüftschmerzen in Verbindung gebracht wird, ist der, der den knöchernen Punkt im Hüftknochen bedeckt. Ein anderer befindet sich auf der Innenseite der Hüfte im Leistenbereich.

Bursitis kann durch eine Verletzung der Hüfte, wie z. B. einen Sturz, oder durch wiederholte Aktivitäten wie Laufen, Treppensteigen, Radfahren oder langes Stehen verursacht werden. Wenn ein Bein kürzer ist als das andere, kann das auch das Risiko erhöhen, ebenso wie die rheumatoide Arthritis.


Hüftfrakturen

Wenn ein Hüftknochen bricht, kann es dazu führen, dass sich jemand überhaupt nicht bewegen kann. Hüftfrakturen sind bei älteren Menschen mit Osteoporose (schwache und dünner werdende Knochen) häufiger und treten tendenziell aufgrund von Stürzen auf.


Labrumläsion (Verletzung der Gelenklippe im Hüftgelenk)

Dies geschieht, wenn der Knorpel entlang des Außenrandes der Hüftpfanne gerissen ist. Meist ist eine falsche Bewegung, eine Rotationsbewegung beim Sport oder eine wiederkehrende Bewegung Ursache für die Schädigung der Gelenklippe. Dieser Knorpelring dient als Gummidichtung oder Dichtung, um die Kugel in der Hüftpfanne zu halten. Wenn er reißt, kann dies zu klemmenden oder stechenden Schmerzen, Steifigkeit und Bewegungseinschränkung führen.

Athleten, die Eishockey, Fußball, Golf, Football spielen oder Balletttänzer sund -tänzerinnen ind am meisten gefährdet.


Iliotibialband-Syndrom (IT-Band-Syndrom)

Dies entwickelt sich, wenn sich das IT-Band entzündet, oft wegen zu viel Lauferei. Es handelt sich um eine sich wiederholende Belastungsverletzung, die auch Radfahrer und Wanderer treffen kann und hauptsächlich an der Seite des Knies Schmerzen verursacht.


Muskelzerrung

Falsche Bewegungen beim Training oder andere Arten von Abnutzung können dazu führen, dass sich die Muskeln entzünden und anschwellen, was zu Schmerzen und Steifigkeit führen kann.


Piriformis-Syndrom

Der Piriformis-Muskel (Musculus piriformis oder "birnenförmiger Muskel") ist ein tiefer Stabilisierungsmuskel im Becken, der das Kreuzbein mit dem Oberschenkelknochen verbindet. Er liegt unter dem großen Gesäßmuskel.

Sobald Probleme wie Verspannungen der Gesäßmuskulatur oder gar Entzündungen des Piriformis auftreten, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Ischiasnerv ebenfalls betroffen ist.

Entzündungen in diesem Muskel können Schmerzen in den Hüften und im Gesäß verursachen. Distanzläufer und Fußballspieler sind stärker gefährdet.


Ischias

Ischias tritt auf, wenn eine Entzündung im unteren Rücken den Ischiasnerv zusammendrückt und Schmerzen verursacht, die über die Rückseite des Beines ausstrahlen. Der Schmerz kann auch nach außen in den Hüftbereich ausstrahlen. Zu den Ursachen der Entzündung können Schmerzen im unteren Rückenbereich, eine vorgewölbte Bandscheibe oder eine Schwangerschaft gehören. Auch Entzündungen um die Hüften und die Gesäßmuskulatur herum können Ischias verursachen.


Tendinitis

Auch Sehnen um das Hüftgelenk herum können durch Überbeanspruchung oder wiederholte Bewegungen entzündet oder gereizt werden. Dies kann zu Steifigkeit und Schmerzen führen. Häufig ist es die Iliopsoas-Sehne, die unter dieser Entzündung leiden kann, die meist durch abnormen Stress oder Überlastung verursacht wird. Diejenigen, die die Intensität ihres Trainings schnell erhöhen, sind für diese Art von Hüftschmerzen gefährdet.


Symptome von Hüftproblemen


In der medizinischen Fachsprache werden Schmerzen in der Hüfte zusammengefasst auch Koxalgie genannt. Unter diesem Begriff können sich ganz verschiedene Arten von Hüftschmerzen verbergen.

 

Woher wissen Sie, ob Sie Hüftprobleme haben?

Nachfolgend sind die häufigsten Symptome aufgeführt:

  • Hüftsteifigkeit, insbesondere am Morgen oder nach Ruhephasen
  • Hüftschmerzen und Empfindlichkeit
  • Schmerzen im Sitzen, beim Aufstehen aus der Sitzposition oder beim Treppensteigen
  • Gehbehinderung oder Humpeln beim Gehen
  • Schmerzen im Leistenbereich
  • Nicht auf der Seite schlafen können
  • Schwellung im Hüftbereich
  • Wärme oder Rötung um die Hüfte herum
  • Schmerzen beim Bewegen des Beines aus dem Körper heraus oder zurück

Je früher die Ursache für die Schmerzen im Hüftgelenk oder in der Hüfte erkannt werden, desto schneller und besser können sie behandelt werden. Gerade im Frühstadium der Beschwerden können mit Medikamenten, mit verschiedenen konservativen Therapien oder speziellen Hilfsmitteln, wie z.B. Orthesen oder orthopädischen Einlagen aus dem Sanitätsfachhandel, gute Ergebnisse erzielt werden.


Siehe auch Teil 1: Warum es wichtig ist, sich um die Hüftbeuger zu kümmern