.st0{fill:#FFFFFF;}

Männer und Yoga – eine sehr alte Verbindung 

Männer und Yoga? Warum nicht? Es ist das beste Extra für Ihr Training, denn mit Yogaübungen treiben Sie Beweglichkeit, Kraft und Koordination nach oben.

Sogar Bundestrainer Jogi Löw setzt darauf. Vor dem Gewinn der Fußball-WM in Brasilien nahm er Yoga ins Trainingsprogramm auf.

Stars wie Mario Götze, Tiger Woods, David Beckham und Dirk Nowitzki praktizieren regelmäßig Yoga.

Yoga als Männerdomäne

Yoga ist alt. Sehr alt. Mindestens 2500 Jahre.

Ursprünglich war Yoga ein rein spiritueller Weg, vor allem, um durch Meditation Erleuchtung zu finden. Ziel war es, den Körper so zu kräftigen und zu mobilisieren, dass er möglichst beschwerdefrei über einen längeren Zeitraum im Meditationssitz – z. B. Lotossitz – verweilen kann.

Yoga war über die meiste Zeit seiner jahrtausendealten Tradition eine reine Männerdomäne. Tatsächlich durften Frauen keine Yoga-Klassen besuchen!

Als Teil der traditionellen indischen Heilkunde sollten die sich nach und nach entwickelnden Asanas – Körperbewegungen – durch tiefe Dehnungen und Atemübungen Körper, Geist und Seele in Einklang bringen.

Beim Yoga ist die Atmung genauso wichtig wie die Körperarbeit, wenn es darum geht, Stress abzubauen und eine tiefe Entspannung zu erzielen. Nur durch tiefe und kontrollierte Atemzüge können die Übungen ihre volle Wirkung entfalten. 

Die Erfinder der fernöstlichen Lehre wussten um die Wechselwirkung zwischen Körper und Psyche. Nicht umsonst heißt Yoga aus dem Sanskrit übersetzt „Verbindung“: Leidet die Psyche, macht sich dies im Körper oder körperlich bemerkbar und man ist von Schmerzen geplagt. Das wirkt sich auf unsere Stimmung und unser Wohlbefinden aus.

Daher sind die Yoga-Übungen darauf ausgelegt, sowohl den Körper als auch den Geist zu stärken. 

Männer und Yoga – eine sehr alte Verbindung

Quelle: pinterest

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat sich ein Typus von Yoga herausgebildet, der nicht an eine einzelne Schule gebunden ist oder an Gurus und Doktrinen. Im „modernen Yoga“ ist der Schwerpunkt in der Praxis des Yoga ein wenig geteilt – zum einen in eher meditativ, zum anderen eher körperbezogen.

Unter Hinweis auf die positiven Auswirkungen der Übungspraxis wird Yoga heute als individuelle Bereicherung oder als Beitrag zur persönlichen Entwicklung betrachtet und erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

Jedes Jahr kommen neue Yoga-Arten und Kurse speziell für verschiedene Alters- und Personengruppen hinzu. So gibt es inzwischen Kinderyoga, Schwangerschaftsyoga und Seniorenyoga. Der regelrechte Yoga-Boom liegt nicht zuletzt an den gesundheitsfördernden Aspekten. 

Um Yoga zu praktizieren, müssen Sie weder die einzelnen Körperpositionen auswendig lernen noch besonders beweglich oder sportlich sein. Jeder kann seine Matte ausrollen und gleich loslegen.

Yoga ist nicht nur ein Frauensport

Erst in den 1920er und 1930er Jahren wurden weibliche Yoga-Schülerinnen aufgenommen.

In Deutschland gilt Yoga heute als Frauensport. Einer aktuellen Studie zufolge praktizieren 6-mal mehr Frauen als Männer Yoga. Das liegt unter anderem daran, dass die Rollen in vielen Teilen unserer Gesellschaft klar verteilt sind: Meditation, Entspannung und Selbstfindung werden dem weiblichen Geschlecht zugeschrieben, während Männer Körperkraft, Muskeln und Coolness vertreten.

Um es auf den Punkt zu bringen: Die meisten Männer haben null Bock auf Yoga. „Weiberkram“, „komische Verrenkungen, „unmännlich“, „was für Weicheier, nichts für richtige Kerle“ –  das sind typische Aussagen deutscher Männer.

Und 'tschuldigung, ich bediene hier mal ein Klischee: Männer mögen es überhaupt nicht, in Konkurrenz zu Frauen zu treten. Da könnte frau ja etwas von ihren Schwächen sehen, da würden sie sich möglicherweise nicht mehr so toll und überlegen vorkommen.

Vor allem das stereotype Image von der grazilen Yoga-Asketin scheint viele Männer abzuschrecken. Doch das hat meist wenig mit der Realität zu tun.

Die körperlichen Voraussetzungen sind ein weiterer Faktor für die weibliche Vormachtstellung im deutschen Yoga. Aufgrund des elastischen Bindegewebes sind Frauen meist dehnbarer als Männer. Und welcher Mann will sich schon neben einer Frau, die sich wie eine Brezel verbiegt, ungelenk auf der Yoga-Matte verkrampfen?

(Dabei ist Überbeweglichkeit für die Gelenke gar nicht so gut. Ein wenig Steifheit schützt diese besser als zu viel Beweglichkeit!)

Männer und Yoga – eine sehr alte Verbindung

Wofür ist Yoga gut?

Yoga ist ein Allround-Talent: Sie können nicht nur Ihr Körpergefühl und Ihre Bewegungsfähigkeit verbessern. Verschiedene Untersuchungen haben ergeben, dass Sie mit Yoga auch Ihren Blutdruck senken und die Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin bremsen können.

Allem voran hat sich Yoga als effektive Entspannungsmethode erwiesen, die gleichermaßen bei Stress, Konzentrationsprobleme, Rückenleiden und Verspannungen die passende Antwort ist und eignet sich als Ausgleich und Ergänzung zu den verschiedensten Ausdauer- und Kraftsportarten. Hier kann sie, regelmäßig trainiert, Ihre Leistungsfähigkeit deutlich verbessern.

Yoga kann aber noch viel mehr, denn es…

... bringt Gelassenheit und Ruhe im Alltag.

... stärkt die Körperwahrnehmung und die Achtsamkeit.

... wirkt sich positiv auf die Schlafqualität aus.

... löst Verspannungen und Blockaden im Körper.

... steigert die seelische Ausgeglichenheit.

... verbessert die Konzentrationsfähigkeit.

... fördert die Beweglichkeit und Spannkraft des Körpers.

... dehnt und kräftigt die Muskeln, Sehnen und Bänder.

... wirkt antioxidativ und stärkt die Immunabwehr.

Durch die Vielzahl an Yoga-Kursen können Sie sich problemlos die Methode aussuchen, bei der Sie sich am wohlsten fühlen und die sich am besten für Ihre persönlichen Ziele und Ihr Fitnesslevel eignet. Gehen Sie los und testen Sie, was das Zeug hält!

Flexibler werden durch Muskeldehnung

In den meisten Yoga-Positionen werden ganze Muskelgruppen gedehnt. Aus diesem Grund sind sie den meisten klassischen Stretching-Übungen überlegen.

Es gibt kaum eine effektivere Methode, etwas für die Beweglichkeit zu tun. Da Sie jede Stellung über mehrere tiefe Atemzüge halten, werden die Muskeln längere Zeit dreidimensional auseinandergezogen. Mit jedem Ausatmen können Sie die Dehnung schrittweise intensivieren. Das ist zwar anstrengend, aber auch hocheffektiv.

In jedem Fall betreiben Sie so gesundheitliche Altersvorsorge. Aus diesem Grund beteiligen sich auch viele Krankenkassen an den Kosten für Yoga-Kurse. Denn egal, ob Sie im Büro oder auf dem Bau arbeiten: die beruflichen Tätigkeiten belasten den Körper meist einseitig. In der Folge verkürzt sich die Muskulatur und früher oder später büßen Sie an Beweglichkeit ein.

Wer dagegen regelmäßig Yoga praktiziert, schöpft den größtmöglichen Bewegungsradius aus, kann diesen sogar erweitern.

Auch Kraftsportler profitieren davon, denn  dank größerer Beweglichkeit holen sie mehr aus jeder Wiederholung heraus.

Ein Beispiel: Die tiefe Kniebeuge spricht deutlich mehr Muskelfasern an als eine, die bereits im 90-Grad-Winkel in den Kniegelenken endet.

Wer nicht ganz bis nach unten kommt, sollte dringend mal einen Abstecher ins Yoga-Studio machen. Keine Sorge, wenn Sie nicht nach ein paar Stunden schon so flexibel wie die anderen sind.

Probieren Sie Schritt für Schritt, Ihre persönliche Dehnfähigkeit auszuschöpfen. Geduld zahlt sich aus.

Männer und Yoga – eine sehr alte Verbindung

Finden Sie Ihren Stil im Yoga-Universum

Hatha-Yoga: "Hatha" steht für "Sonne" und für "Mond". Als Inbegriff des körperlichen Yoga grenzt sich Hatha von spirituellen Formen ab. Durch (Atem-)Übungen und Meditation sollen Harmonie und Balance erreicht werden. Die Abfolgen sind kontrolliert und nur selten schweißtreibend, daher ist Hatha-Yoga die ideale Form für Einsteiger und Unentschlossene.

Ashtanga-Yoga sollten Sie nicht unterschätzen. Die 6 festgelegten Abläufe stellen in Sachen Beweglichkeit und Kraft fast jedes Bodyweight–Workout in den Schatten – eben das macht diesen Stil aus. Diese Form des Yoga sollte unbedingt ein kompetenter Lehrer vermitteln, damit es nicht zu Verletzungen kommt.

Power-Yoga bezeichnet die moderne US-Variante des Ashtanga-Yoga. Unterschied: Die Sequenzen haben keine feste Abfolge, sie richten sich nach Schwerpunkt und Level der Teilnehmer. Und woher kommt die "Power"? Von den fordernden Übungen, die Sie mit Techniken zur bewussten Atmung dabei kombinieren.

Bikram-Yoga: 38 Grad, 26 Übungen, davon jeweils 2 Wiederholungen... Kommen Sie da schon beim Lesen ins Schwitzen? Dann sollten Sie die sportliche Sauna-Version besser anderen überlassen. Sie vertragen die Hitze gut? Dann könnte diese intensive körperliche Erfahrung zum Dauerbrenner für Sie werden.

Vinyasa-Flow Yoga baut auf fließende, dynamische Übergänge zwischen den Stellungen. Spirituelle Rituale rücken in den Hintergrund. Perfekte Variante für Sportler, die Yoga als ergänzendes Training einsetzen möchten.

Jivamukti-Yoga stammt aus New York City. Die Lehrer lassen unterstützend Musik im Stil der Metropole laufen. Dennoch enthält auch diese Richtung spirituelle Elemente – Mantra-Gesänge sind ein fester Bestandteil, ebenso vegane Ernährung. Wichtig: flüssige Bewegungsabläufe! Kommt Vinyasa-Flow nahe.

Sivananda-Yoga kann insbesondere auf Yoga-Einsteiger eher verstörend oder abschreckend wirken. Die meist mit gelben Shirts und weißen Hosen bekleideten Lehrer beginnen die Stunde mit Mantra-Rezitationen. Nach einigen Atemübungen geht es auch schon in den Kopfstand. Stil für Erfahrene ohne Angst vor Spirituellem.

Iyengar-Yoga wird im Scherz auch als Möbel-Yoga bezeichnet: Lehrer nutzen diverse Hilfsmittel wie Gurte, Blöcke und Kissen, um die Teilnehmer damit in exakt vorgeschriebene Positionen zu bringen. Die detaillierten technischen Anweisungen erfordern Zeit, entsprechend wenig dynamisch geht es zu.

Männer und Yoga – eine sehr alte Verbindung

Quelle: Wikipedia

Kundalini-Yoga wird oft auf Wollmatten praktiziert. Um sich vor störenden Energien zu schützen, sollen wahre Kundalini-Yogi einen Turban tragen, der auch das komplett weiße Erscheinungsbild abrundet. Das Ziel der Erleuchtung soll durch lange Meditationen sowie Chakren-Reinigung und Mantra-Gesänge erlangt werden. Die Bewegungen sind gewöhnungsbedürftig, aber körperlich fordernd.

Männer und Yoga – eine sehr alte Verbindung

Acro-Yoga wird fliegend praktiziert. Nicht im Jet, sondern auf den Armen und Beinen eines anderen, auf dem Boden liegenden Yogi. So bringt man sich in unterschiedliche Positionen, die entweder für Entspannung oder Akrobatik sorgen. Zur Sicherheit steht immer eine dritte Person daneben. Im Mittelpunkt dieser noch sehr jungen Yoga-Form stehen Gemeinschaft und Vertrauen.

Männer und Yoga – eine sehr alte Verbindung

Wo und wie finden Sie einen guten Yoga-Kurs?

Sie wollen anfangen, wissen aber nicht wie und wo? Im Idealfall haben Sie jemanden, der Ihnen einen guten Tipp geben kann – über Mundpropaganda ergattern Sie die ehrliche Empfehlungen.

Aber auch im Internet werden Sie schnell fündig. Es gibt immer mehr reine Männer-Yoga-Gruppen.

In den meisten Großstädten gibt es viele Studios mit verschiedenen Yoga-Ansätzen.

Scheuen Sie sich nicht, zu einer Probestunde ins Studio zu gehen – Sie werden erstaunt sein, wie viele Männer dort auf der Matte trainieren.

Das Wichtigste bei der Wahl des Studios: Sie müssen sich wohlfühlen.

Während der eine Kerzenschein, Räucherstäbchen und esoterische Musik mag, steht der andere auf eine klare Atmosphäre. Wenn Ihnen das Studio nicht zusagt, geben Sie Yoga nicht gleich auf, sondern geben Sie einem weiteren Studio noch eine Chance.

Einen guten Trainer erkennen Sie an seiner Qualifikation:

  1. 1
    Er hat bei einem erfahrenen Yoga-Meister gelernt.
  2. 2
    Er kann eine langjährige fundierte Ausbildung vorweisen.
  3. 3
    Er beherrscht Körper- und Atemübungen des Yoga, Meditation, psychologische und medizinische Grundlagen.
  4. 4
    Auch nach seiner Ausbildung macht ein guter Trainer in regelmäßigen  Abständen freiwillig weitere Fortbildungen.
  5. 5
    Die Mitgliedschaft in einem Berufsverband kann ein guter Hinweis auf die Qualität des Lehrers geben.

Aber wie bei der Wahl des Studios zählen auch hier persönliche Vorlieben. Die Chemie zwischen dem Trainer und Ihnen muss stimmen. Er behandelt Sie jederzeit respektvoll und würde Sie niemals in Posen zwingen oder Ihnen Weisheiten aufzwängen. Im Gegenteil: er motiviert Sie, an sich selbst zu glauben.

Fazit

Männer profitieren in vielerlei Hinsicht von Yoga. Regelmäßiges Training kann muskuläre Schwachstellen ausgleichen und die Leistungsfähigkeit verbessern. Die Asanas fördern Ihre Flexibilität, Kraft und Beweglichkeit.

Durch die Fokussierung auf den Moment erreichen Sie nicht nur eine zielgenaue Ansprache jedes Muskels, sondern in der anschließenden Ruhephase auch die Tiefenentspannung – der beste Start in die Regeneration.

Yoga stärkt Sie mental und körperlich für die Schwierigkeiten im Alltag und bei Ihrem Job. Deswegen schätzen längst immer mehr Männer das Erfolgsrezept vieler Profisportler.


P.S.: Wollen Sie erstmal ganz leicht anfangen, dann schauen Sie hier: