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5 Fehler, die zu Hüftschmerzen führen können 

 März 30, 2020

Hüftschmerzen, Sitzhaltung, Schlafposition und die Art, wie wir stehen: Gibt es da Zusammenhänge und wenn ja, welche und in welchem Umfang?

Neben der schmerzenden Rücken- und Nackenmuskulatur engt eine ungünstige Körperhaltung die Verdauungsorgane und die Lungen ein. Verdauungsprobleme und eine flache Atmung stellen sich ein. Letztere zieht Müdigkeit nach sich und steigert die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten.

Weitere Folgen sind Gelenkprobleme der Füße, Knie und Hüften, da das Binde- und Stützgewebe der Gelenke häufiger zu Entzündungen neigt.


1. Die Sitzhaltung

Richtig Sitzen – das tun die wenigsten. Doch was ist so schlimm an einer falschen Sitzhaltung? 

Der sitzende Lebensstil wird aufgrund unserer heutigen Arbeitswelt und unserer Freizeitgestaltung immer präsenter. Statistiken zufolge verbringen wir durchschnittlich 10 Jahre unseres Lebens im Sitzen. Diese Zahl bezieht sich allerdings nur auf die Arbeitszeit. Am Ende eines langen (und sitzintensiven) Arbeitstages sitzen die meisten Menschen noch eine gewisse Zeit in der Bahn oder im Auto, und sobald sie zu Hause angekommen sind, möchten sie einen entspannten Abend verbringen. Dieser findet allerdings auch meist sitzend vor dem Fernseher statt, während gleichzeitig der Blick immer wieder auf das Smartphone wandert.

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Sitzen Sie oft nach vorn gebeugt?

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Schlagen Sie gern die Beine übereinander?

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Lehnen Sie sich gern auf eine Seite hinüber?

Wenn Sie also buckelig sitzen, in einer schlechten Sitzhaltung, mit überkreuzten Beinen und sich auf eine Seite wenden ... all diese Dinge werden Ihr Hüftgelenk stärker belasten und Ihre Hüftschmerzen verstärken.

Richtig zu Sitzen ist nicht schwer und hilft dabei, den Arbeitsalltag deutlich gesünder zu überstehen und langfristigen Rückenproblemen bereits vorzubeugen.

Betrachten Sie Ihren Arbeitsplatz, an dem Sie die weitaus meiste Zeit des Tages verbringen: Können Sie an Ihrem Schreibtisch richtig Sitzen? Sind Tischhöhe, Sitzhöhe, Abstand des Monitors...

Falls Ihre Büromöbel zu statisch sind und zu wenig Einstellungsmöglichkeiten bieten oder gar Verspannungen und Schmerzen bei Ihnen verursachen, sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arbeitgeber: Sie könnten ihm zum Beispiel auch den Vorschlag unterbreiten, höhenverstellbare Schreibtische anzuschaffen, welcher auch das Arbeiten im Stehen ermöglicht.

2. Ihre Schlafposition

Kurioses aus unserer Vergangenheit: Wer vor 700 Jahren im Liegen eingeschlafen ist, war entweder besonders reich oder besonders mutig. Die Mehrheit der armen Bevölkerung im Mittelalter schlief tatsächlich im Sitzen! Durch die vielen Feuerstellen und die schlechte Belüftung hatten die Menschen Probleme mit der Atmung. Im Liegen konnten sie leichter an einer Atemwegserkrankung oder Rauchvergiftung sterben. So hielt sich bis in die frühe Neuzeit hinein der Glaube, dass das Schlafen im Liegen tödlich sei. Ziemlich verrückt, oder? 

Heute sind wir zum Glück schlauer. Statt auf dem Strohsack zu sitzen, räkelt sich der moderne Mensch in der Horizontalen auf weichen Federkernmatratzen. Doch nicht für jede Schlummerstellung gibt der Körper gute Haltungsnoten. Ob Seitenschläfer, Rückenschläfer, Links oder Rechts, welche Schlafposition die beste für Sie ist, hängt vor allem von Ihrem Gesundheitszustand ab: Für Schwangere gelten andere Regeln als für Rückengeschädigte. Liegt der Körper optimal, verbessert das auch die Schlafqualität. Ob Ihre Lieblingsposition Ihnen gut tut, zeigt unser Überblick:

Schauen Sie sich einmal Ihre Schlafposition an:

Wenn Sie beispielsweise auf dem Bauch liegen, mit dem Knie nach oben, wird dies Ihre Hüfte stärker belasten. Oder wenn Sie auf der Seite liegen und sich wirklich gern wie ein Fötus einrollen, wird sich dies langfristig ebenfalls auf Ihre Hüftschmerzen auswirken.

Um Ihre Beschwerden zu linden, können Sie also auf dem Rücken schlafen oder beim Schlafen ein Kissen zwischen Ihre Knie legen. Diese zwei Dinge zur Verbesserung Ihrer Schlafposition können Sie ausprobieren, damit es Ihren Hüften besser geht.

Auf dem Bauch schlafen – keine gute Idee

Gehören Sie zu den Bauchschläfern? Dann müssen Sie jetzt stark sein, denn diese Schlafposition ist eher ungünstig. Die Bauchlage arbeitet gegen die natürliche S-Form der Wirbelsäule. Besonders die Lendenwirbelsäule wird dabei belastet. Zu hohe Kissen verdrehen zusätzlich den Nacken und sorgen für Schmerzen.

Morgens taufrisch aus den Federn steigen? Schwierig, denn die Bauchlage beschert eine eher verknautschte, faltige Mimik.

Hüftschmerzen


Einen Vorteil hat die Bauchposition jedoch: Der Atem fließt freier – gut für Schnarcher. Wollen Sie trotz der Nachteile weiterhin auf dem Bauch schlafen, empfehlen wir eine härtere Matratze und ein flaches, festes Kissen.

Auf dem Rücken schlafen – die beste Schlafposition

Alle, die sich am liebsten auf dem Rücken ausstrecken, dürfen sich freuen: Diese Schlafposition gilt unter Medizinern als besonders gesund. Die Wirbelsäule wird optimal unterstützt, das Körpergewicht gleichmäßig verteilt – beste Bedingungen für einen gesunden Rücken.

Und schön macht die sogenannte Königsposition auch noch: Mimikfalten haben keine Chance, denn der Kopf liegt gerade. Kleiner Wermutstropfen: Schnarcher sollten sich lieber eine andere Position suchen. Die Zunge rutscht in der Rückenlage leichter nach hinten und verengt so die Atemwege.

Hüftschmerzen


Mit Kissen können Sie diese Position zusätzlich optimieren und an Ihre Bedürfnisse anpassen: Lassen Sie doch mal bei Verspannungen im Nacken das Kopfkissen weg. Die Schwerkraft arbeitet so für Sie und streckt den oberen Rücken.

Neigen Sie zu einem Hohlkreuz? Dann kann ein Kissen im Lendenbereich wahre Wunder wirken.

Auf der Seite schlafen – besser links als rechts

Ist die Embryostellung Ihre Lieblingsposition, dann sind Sie in guter Gesellschaft: So geht es den allermeisten Menschen.

Diese Schlafposition ist gut geeignet bei Rückenschmerzen, denn sie entlastet die Wirbelkörper. Allerdings können Schmerzen in der Hüfte und an den Schultern von der Seitenlage kommen. Achtung: Nicht zu sehr einkuscheln, sonst leidet die Wirbelsäule unter der starken Krümmung.

Hüftschmerzen


Ob Sie auf der linken oder auf der rechten Seite schlafen, macht für die Gesundheit einen kleinen, aber feinen Unterschied. Rechtsschläfer üben mehr Druck auf ihr Herz und ihre Lunge aus. Auch Sodbrennen tritt auf dieser Seite eher auf. Viel entspannter ruht Ihr Körper auf der linken Seite. Hier funktioniert von der Blutzirkulation bis zur Atmung alles etwas besser.

3. Dynamisch stehen

Die Bausteine einer aufrechten Körperhaltung

  • Das Brustbein ist nach vorne oben angehoben
  • Der Kopf wird entspannt aufrecht gehalten
  • Die Bauch- und Gesäßmuskeln sind etwas angespannt, um ein Hohlkreuz zu vermeiden
  • Das Becken ist leicht aufgerichtet
  • Die Knie sind leicht gebeugt, nicht durchgestreckt
  • Die Füße stehen etwa hüftbreit auseinander

Doch selbst wenn Sie in rückengerechter Haltung stehen, ermüdet die Muskulatur schneller als wenn Sie in Bewegung sind. Die statische Belastung führt dann zu Rückenschmerzen. Hinzu kommt: Durch langes unbewegliches Stehen wird zudem der venöse Blutrückstrom von den Beinen zum Herzen behindert.

Sorgen Sie für Abwechslung! Haltungswechsel und Bewegungspausen sind eine Wohltat für den Rücken. Sie beugen Rückenschmerzen vor, weil die verschiedenen Rückenstrukturen unterschiedlich beansprucht und einseitige Belastungen vermieden werden. Wechseln Sie daher möglichst häufig Ihre Stehposition:

  • Variieren Sie zwischen Parallelstand und Schrittstellung und kippen Sie das Becken vor und zurück.
  • Belasten Sie abwechselnd mal mehr das rechte, mal mehr das linke Bein.
  • Schieben Sie den Brustkorb vor und zurück.
  • Strecken Sie sich in Richtung Scheitelpunkt nach oben.
  • Knicken Sie zwischendurch abwechselnd die Knie ein, als würden Sie auf der Stelle laufen wollen.
  • Entspannen Sie den Schultergürtel, indem Sie die Schultern nach hinten unten bewegen.
  • Strecken Sie den Nacken, indem Sie das Kinn einziehen.
  • Kreisen Sie um Ihr Körperlot.
  • Schütteln Sie die Beine aus.
  • Entlasten Sie die Muskulatur, indem Sie sich an eine Wand lehnen, an einem Tisch abstützen oder ein Stehpult benutzen.
  • Wenn möglich, gehen Sie zwischendurch umher.
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Verlagern Sie gern Ihr gesamtes Gewicht auf ein Bein?

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Überkreuzen Sie gern die Beine?

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Stellen Sie gern einen Fuß auf den anderen?

Dann verlagern Sie Ihr ganzes Gewicht auf ein Bein und entspannen sich dabei auf Ihrer Hüfte, die sich nach vorne neigt.

Ich weiß, dass Sie dies oft unbewusst machen, wir haben alle unsere Gewohnheiten. Doch all diese Dinge belasten die Hüfte stärker und erhöhen das Risiko von Hüftschmerzen.

Schmerzen an der Hüfte können zusätzlich nach starker körperlicher Beanspruchung, aber auch ganz unabhängig davon auftreten. Sie haben dann morgens manchmal Anlaufschmerzen oder auch Dauerbeschwerden. Die Folge dieser Hüftschmerzen sind häufig Instabilität, Steifheit und eine Einschränkung des Bewegungsspielraums.

4. Das Aufwärmen vergessen

Wenn Sie sich vor dem Sport oder einer körperlichen Betätigung nicht aufwärmen... das können Sie dann richtig spüren – vor allem beim Laufen.

Eine Phase des Aufwärmens vor jedem Sport sollte eigentlich selbstverständlich sein: Dieses Warm-Up sorgt für die Optimierung neuromuskulärer und organischer Abläufe für die Dauer der Trainingseinheit.

Ihr Gehirn bereitet sich zudem auf die anstehende Belastung vor, Sie stellen sich mental auf das ein, was nun folgt. Das Warm-Up beugt außerdem Verletzungen vor: Sehnen, Bänder, Muskeln und Gelenke werden durch eine leichte Aktivität vor dem eigentlichen Sportpensum bestens präpariert, die Gefahr von Muskelschmerzen und Sportverletzungen wie Zerrungen und Faserrissen wird reduziert.

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Eine gut durchblutete Muskulatur ist flexibler, die innere Reibung der einzelnen Muskelfasern und der sie umgebenden Strukturen wird durchs Warm-Up reduziert. Der Bewegungsapparat kann wesentlich effektiver agieren.

Machen Sie also vor dem Sport und nach dem Sport ein paar Dehnübungen, damit Ihre Hüften lockerer werden. So senken Sie Ihr Risiko für Hüftschmerzen.

5. Ihre Ernährung

Der letzte Fehler liegt in falscher Ernährung. Hüftschmerzen, wie Arthritis und Schleimbeutelentzündungen, hängen oft mit der Ernährung zusammen.

Diese zwei Erkrankungen werden sogar deutlich von der Ernährung beeinflusst. Wenn Sie also Lebensmittel zu sich nehmen, die Entzündungen verstärken, etwa verarbeitete Lebensmittel, wie Milchprodukte, Soja und übermäßiger Alkoholkonsum, wirkt sich all dies schädlich auf das Hüftgelenk aus, löst Entzündungen aus und steigert das Risiko für Hüftschmerzen.

Minimieren Sie diese Dinge also oder verzichten Sie ganz auf sie oder konzentrieren Sie sich auf Lebensmittel mit entzündungshemmenden Eigenschaften.

Das waren fünf alltägliche Fehler, die zu Hüftschmerzen führen können.